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Christine Saalfeld studied Fine Arts and Philosophy in Hamburg, Berlin, Jerusalem and Rotterdam. She has lived Rotterdam since 2000, exhibiting locally and internationally. In her work, Saalfeld deals with questions of humanism, social philosophy and art in public space. Her intention is to

connect one’s own artistic practice with the actual living environment. She works in several mediums, including drawing, sculpture and installations as well as public art and curatorial

projects. Within her visual work, Saalfeld uses a surrealistic and architectural language of form. Her prototypes play with the contradictory attitudes of functionality and disorder, sense

and nonsense, sedentary and nomadic forms of existence.

In 2012, Saalfeld founded STAD-NOMADEN as a platform for spatial interventions and urban strategies. The goal of the platform is to develop and stimulate socio-cultural projects for public space and to discuss the responsibility of the artist to the environments we live in.

 

 

Christine Saalfeld studierte in Hamburg, Berlin, Jerusalem und

Rotterdam Bildende Kunst und Philosophie. Seit 2000 lebt Saalfeld in Rotterdam und stellt international aus. Saalfeld setzt sich in ihrem

Werk mit Fragen des Humanismus, der Sozialphilosophie und der Kunst im öffentlichen Raum auseinander. Die Intention ist die eigene

künstlerische Praxis mit der Lebensumgebung zu verbinden. Ihre Arbeit umfasst materielle Arbeiten im traditionellen künstlerischen Sinne (Zeichnungen, Objekte und Installationen), Kunst im öffentlichen Raum und kuratorische Projekte. In ihren materiellen Arbeiten bedient sich Christine Saalfeld einer surrealistischen, architektonischen

Formensprache. Die von ihr entworfenen Prototypen spielen mit den widersprüchlichen Eigenschaften wie Funktionalität und Störung,

Sinn und Unsinn, Sesshaftigkeit und Nomadentum.

2012 gründete Saalfeld die Stiftung STAD-NOMADEN als Plattform für räumliche Interventionen und urbane Strategien, die sich zum Ziel

gesetzt hat, sowohl sozio-kulturelle Projekte für den öffentlichen Raum zu entwickeln und zu stimulieren, als auch die Verantwortung des

Künstlers gegenüber seiner Umwelt zu thematisieren.

 

 

 

 

Christine Saalfeld studeerde beeldende kunst en filosofie in Hamburg, Berlijn, Jeruzalem en Rotterdam.

Sinds 2000 woont Saalfeld in Rotterdam en exposeert internationaal. Saalfelds werk bevat vragen over het humanisme, filosofie en kunst in de openbare ruimte. Het is haar intentie om de eigen artistieke praktijk met de leefomgeving te verbinden. Haar werk bestaat uit drie delen: fysiek werk in de artistieke traditie van tekeningen, objecten en installaties, openbare kunst en projecten als curator. In haar fysieke werk maakt Christine Saalfeld gebruik van een surrealistische, architectonische taal. De door haar ontworpen prototypes spelen met stoornis, zin en onzin, het sedentaire en nomadische.

In 2012 heeft Saalfeld de Stichting STAD-NOMADEN opgericht, als een platform voor ruimtelijke interventies en stedelijke strategieën. De doelen van de stichting zijn het ontwikkelen van socio-culturele projecten voor de openbare ruimte en het thematiseren van de verantwoordelijkheid van de kunstenaar tegenover zijn omgeving.

 

Bauwelt 18 / 2006 - Kunstbunker Tumulka - München

Umbauter Raum . . . Die schwere Stahltüre hakt etwas beim Öffnen, fällt aber dafür umso schneller ins Schloss, im Vorraum gibt es kein Licht, und drinnen ist es feucht und klamm – die Spannung steigt. Zum Glück funktioniert der zweite Drehschalter. Der Blick fällt zunächst auf roh geschalte, weiß gekalkte Betonwände und grauen Estrichboden mit Waffelkaro. Im nächsten Raum dann die ersten Arbeiten von Christine Saalfeld: ein „Lesepult“ (2005) mit einzeln verplankter und leistengedeckter Tisch Fläche, dessen Unterkonstruktion Frank Lloyd Wrights Möbel für die Larkin Company aufgreift, und die „Installation mit Tisch, Bänken und Regal“ (2006), ein rostrot gestrichenes hölzernes Lesesaal Möbel mit dem spröden Charme eines DDR-Grenzübergangs – wie geschaffen für den etwas beklemmenden Ausstellungsort. Die Objekte der gebürtigen Münchnerin Christine Saalfeld sind gebaute Skizzen: mehrfach überarbeitet, bleiben die Spuren der Veränderung ablesbar. Die aus rohen Holzbrettern grob zusammengeschraubten Arbeiten zitieren Architekturchiffren und Gebrauchsgegenstände, folgen aber keinerlei funktionalen Prinzipien. Eine Etage höher „Wendestadt I/IX“ (2005) in Lichtgrau, „Phoenix Wijk“ (2006) in Ochsenblutrot, „Mixing Desk III“ (2006) in einem fahlen Senfgelb, das auch Neo Rauch nicht besser könnte, und das „Loewenhofmodell“ (2005), dessen Kubatur am ehesten an einen Tresor von 1910 erinnert. Von oben blickt man in eine mehrgeschossige Konstruktion aus gewendelten Rampen und Treppen, Galerien, Podesten und Brüstungen, die einen fast piranesischen Sog entfaltet. . .

 

Jochen Paul

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